AMA-Gütesiegel wird palmölfrei

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Palmöl-Anbau vernichtet zunehmend Lebensraum

Erfreut zeigt sich der Tiroler Nationalrat Hermann Gahr heute anlässlich des im Nationalrat beschlossenen Verbotes von Palmöl in Produkten, die mit dem AMA-Gütesiegel ausgezeichnet wurden. „Der Palmöl-Anbau vernichtet zunehmend Lebensraum. Die heimischen Konsumenten kommen dennoch tagtäglich damit in Berührung. Ich bin froh, dass wir hier einen klaren Trennstrich setzen und sicherstellen, dass das AMA-Gütesiegel in Zukunft palmölfrei wird“, so Gahr.

Etwa 85 Prozent des in Österreich verwendeten Palmöls kommt aus Malaysia und Indonesien, dort wurde die Produktion in den vergangenen Jahren um 50 Prozent ausgeweitet. Das verwendete Palmöl trägt außerdem dazu bei, dass österreichische tierische und pflanzliche Fette zunehmend verdrängt werden. „Der zweifelhafte Ruf von Palmöl besteht durchaus zu Recht, denn es kommt aus einer Plantagenwirtschaft, für die tropischer Regenwald weichen musste. Diese ökologisch hochsensiblen Gebiete mit einer Vielfalt an pflanzlicher und tierischer Biodiversität weichen zu Lasten von Ölplantagen, die alles andere als nachhaltig sind. Es braucht in Zukunft Klarheit für den Konsumenten in welchen Produkten Palmöl enthalten ist und in welchen nicht. Mit der Sicherstellung, dass das AMA-Gütesiegel in Zukunft palmölfrei bleibt, ist für den Konsumenten künftig auf einen Blick zu erkennen, welche Produkte Palmöl beinhalten und welche nicht“, sagt Gahr abschließend.