Tirol gibt beim Glasfaserausbau weiter Vollgas

Tirols Breitbandstrategie wirkt

 

Der aktuelle internationale Vergleich zum Glasfaserausbau des Global Telecom Health Index der Unternehmensberatung Kearney zeigt für VP-Digitalisierungssprecher LAbg. Peter Seiwald: Österreich muss beim Ausbau der digitalen Infrastruktur weiter Tempo machen, aktuell belegt man den letzten Platz. Tirol hat diese Herausforderung bereits vor Jahren erkannt, mit einer langfristigen Breitbandstrategie konkrete Maßnahmen gesetzt und ist nun das Bundesland außerhalb Wiens mit dem stärksten Ausbau.

„Wenn Österreich in internationalen Vergleichen beim Glasfaserausbau schlecht abschneidet, dürfen wir das nicht schönreden. Tirol hat frühzeitig die richtigen Weichen gestellt und ist beim Glasfaserausbau innerhalb Österreichs Vorreiter.“ Wir investieren gemeinsam mit unseren Gemeinden konsequent in Infrastruktur, die für die Zukunft unseres Wirtschafts- und Lebensraums unverzichtbar ist“, betont Seiwald.

Eine wesentliche Säule des Tiroler Weges ist dabei die Breitband Serviceagentur Tirol (BBSA). Als hundertprozentiges Tochterunternehmen des Landes unterstützt sie Gemeinden und Planungsverbände beim Ausbau ihrer Breitbandinfrastruktur, von technischen und wirtschaftlichen Fragestellungen über die Planung bis hin zum Betrieb der Netze. Damit habe Tirol bewusst Strukturen geschaffen, die insbesondere kleineren und ländlichen Gemeinden den Glasfaserausbau erleichternDie Zahlen zeigen die Fortschritte deutlich: Mit Stand Ende März 2026 lag der Glasfaser-Ausbaugrad in Tirol bereits bei 62,5 Prozent, die tatsächliche Nutzungsrate bei 50,2 Prozent. Zum Vergleich: 2023 lagen diese Werte noch bei 57,3 beziehungsweise 42,8 Prozent.

„Glasfaser ist heute genauso eine Standortfrage wie eine gute Straßen-, Schienen- oder Energieinfrastruktur. Schnelles und stabiles Internet entscheidet mit darüber, ob Unternehmen auch in den Regionen investieren, ob Homeoffice möglich ist und ob unsere Gemeinden als Wohn- und Wirtschaftsstandorte attraktiv bleiben. Unser Anspruch muss deshalb sein, leistungsfähige digitale Infrastruktur nicht nur in den Ballungszentren, sondern bis in die Täler und ländlichen Regionen Tirols zu bringen“, unterstreicht Seiwald.

Auch die starke Einbindung der Gemeinden sei ein Erfolgsfaktor: 190 Tiroler Gemeinden beziehungsweise 20 Planungsverbände beteiligen sich an der Breitbandoffensive des Landes mit gemeindeeigenen Glasfasernetzen. „Das Tiroler Modell zeigt, dass der ländliche Raum bei der Digitalisierung nicht zurückbleibt. Gerade dort, wo ein Ausbau für private Anbieter wirtschaftlich schwieriger ist, brauchen wir das Zusammenspiel von Land, Gemeinden, Bund und Netzbetreibern. Wir sind noch nicht am Ziel. Aber Tirol zeigt, wie Glasfaserausbau funktionieren kann. Wir werden den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen, vorhandene Lücken schließen und gleichzeitig dafür sorgen, dass die bereits gebauten Netze noch stärker genutzt werden“, so Seiwald.