Tirol ist auf den letzten Metern, ab Herbst als erstes und einziges Bundesland Österreichs das Recht auf Kinderbildung und Kinderbetreuung ab dem zweiten Geburtstag flächendeckend umzusetzen. Landeshauptmann Anton Mattle und Bildungslandesrätin Cornelia Hagele geben bekannt, dass bereits über 99 Prozent der für den kommenden Herbst über die Plattform FRIDA zeitgerecht angemeldeten Kinder einen Betreuungsplatz erhalten haben. Die letzten offenen Zuteilungen werden in den kommenden Wochen gemeinsam mit den Gemeinden und privaten Erhaltern koordiniert.
"Tirol ist stolz, als erstes und einziges Bundesland das Recht auf Kinderbildung und Kinderbetreuung umzusetzen. Das ist ein wichtiger Bestandteil, um Tirol zu einem der herausragendsten Bildungsstandorte und Familienregionen zu machen. Bereits unsere Jüngsten sollen Zugang zu bester Bildung haben. Gleichzeitig geben wir Müttern und Vätern die Wahlfreiheit, Familie und Beruf so zu gestalten, wie es für sie am besten passt. Bereits für 99 % der Kinder aus Familien, die sich bewusst für eine Kinderbetreuungseinrichtung entschieden, konnten die Gemeinden und das Land einen passenden Platz finden“, so Landeshauptmann Anton Mattle.
Hagele betont, dass dies das Ergebnis der konsequenten Umsetzung des vor drei Jahren (12.09.2023) beschlossenen Zehn-Punkte-Maßnahmenplans sei, der von Investitionen in Personal und Infrastruktur bis zur Vereinfachung der Vermittlung über die digitale Plattform FRIDA reiche. "Was viele für unmöglich gehalten haben, wird in Kürze Realität. Tirol schafft als erstes Land das Recht auf Kinderbetreuung und Kinderbildung ab dem 2. Geburtstag um. Damit setzt Tirol österreichweit neue Maßstäbe und stärkt echte Wahlfreiheit für Familien", so Hagele.
Mit dem tirolweiten Start im Herbst 2026 haben alle Kinder, welche sich fristgerecht über die Anmeldeplattform FRIDA anmelden, ab dem zweiten Geburtstag Anspruch auf Vermittlung eines bedarfsgerechten Kinderbetreuungsplatzes. Insgesamt bekommen rund 13 000 Kinder im Herbst 2026 über die Plattform des Landes einen Platz. Einige Zuteilungen erfolgen gezielt erst zum jetzigen Zeitpunkt, da das Vermittlungsverfahren einen dynamischen Prozess darstellt, in dessen Verlauf Plätze freiwerden oder neu vergeben werden können. Gründe hierfür sind beispielsweise Veränderungen in den alltäglichen Lebenssituationen, etwa aufgrund von Umzügen oder eines noch nicht abschließend feststehenden Betreuungsbedarfs.
Die Kinderbetreuung in Tirol verzeichnet eine deutlich positive Entwicklung: Mit mehr als rund 43.500 betreuten Kindern unter 15 Jahren wird ein neuer Höchststand erreicht. Damit konnten 2025/26 erstmals die EU-Zielwerte bei den Betreuungsquoten übertroffen werden. Gleichzeitig steigt der Anteil der VIF-konformen Einrichtungen kontinuierlich – mittlerweile besucht mehr als die Hälfte der Drei- bis Fünfjährigen eine Einrichtung, die eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht.