Zur Kritik des Transitforums am geplanten Slotsystem für den Lkw-Verkehr über den Brenner nimmt der Verkehrssprecher der Tiroler Volkspartei, Landtagsabgeordneter Florian Riedl, Stellung. Das Transitforum verkenne die neuen digitalen Möglichkeiten, den Verkehr besser zu steuern.
„Die Sorge des Transitforums ist nachvollziehbar, aber der Schluss ist falsch. Ein Slotsystem ersetzt kein Eindämmen der Belastung, sondern gibt erstmals die Möglichkeit, den Verkehr aktiv zu steuern. Es geht darum, selbst in der Hand zu haben, wann wie viele LKW durch unser Land fahren", so Riedl.
„Dass der Transit heuer weiter gestiegen ist, zeigt genau, warum wir handeln müssen. Bisher sind wir Liefer-Entscheidungen der Frächter-Lobby ausgeliefert und erleben dann den Stau. Wir waren immer klar für eine Begrenzung der LKW-Massen, nur braucht es dafür realistische Maßnahmen und nicht nur Wunschdenken. Neben dem Vorantreiben des Brennerbasistunnels und unseren Akutmaßnahmen, die wir gerade vor Gericht verteidigen, kann ein Slotsystem ein massiver Entlastungsfaktor sein. Das Transitforum sollte sich gegen digitale Möglichkeiten im Kampf gegen Verkehrsbelastung nicht verschließen“, betont Riedl.
Bayern, Tirol und Südtirol haben sich bereits 2023 auf die Entwicklung eines digitalen Slotsystems verständigt. Rom und Berlin sind gefordert sich an konstruktiven Lösungen zu beteiligen.