Primärversorgungseinheiten sind Ergänzung, nicht Konkurrenz

Gesundheitslandesrätin Hagele verfolgt hier die richtige Strategie

 

Der Innsbrucker Landtagsabgeordnete Christoph Appler sieht die von der Österreichischen Gesundheitskasse ausgeschriebenen zusätzlichen Primärversorgungseinheiten (PVE) in Innsbruck grundsätzlich positiv und kann die Kritik der Ärztekammer an einer möglichen Konkurrenz zu bestehenden Kassenordinationen nur bedingt nachvollziehen.

„Primärversorgungseinheiten haben ihre klare Berechtigung. Gerade in Innsbruck erleben viele Menschen lange Wartezeiten auf Arzttermine, gleichzeitig sind die Ambulanzen der Klinik stark gefordert. Unser Ziel muss daher sein, die wohnortnahe medizinische Versorgung auszubauen und gleichzeitig jene Patientinnen und Patienten, die keine Spitalsversorgung benötigen, möglichst gut im niedergelassenen Bereich zu betreuen“, betont Appler.

PVE seien dabei nicht als Konkurrenz zu den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, sondern als sinnvolle Ergänzung des bestehenden Angebots zu verstehen. Durch die Zusammenarbeit mehrerer Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner mit Pflege-, Therapie- und weiteren Gesundheitsberufen sowie längere Öffnungszeiten könne eine umfassende Versorgung angeboten werden. Genau mit diesem Konzept startete 2024 auch das erste Tiroler Primärversorgungszentrum in Stadtteil Reichenau.

„Für die Patientinnen und Patienten zählt am Ende vor allem eines: Sie müssen zeitnah die medizinische Versorgung bekommen, die sie benötigen. Wenn wir gleichzeitig unsere Spitalsambulanzen entlasten und attraktive Arbeitsbedingungen für Gesundheitsberufe schaffen können, profitieren alle Beteiligten“, so der Innsbrucker VP-Abgeordnete.

Die Tiroler Volkspartei und insbesondere Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele  haben den Aufbau der Primärversorgung in Tirol von Beginn an aktiv unterstützt und finanziell mitgetragen.

Das Land Tirol stellt Mittel für PVE zur Verfügung; im regionalen Strukturplan Gesundheit 2030 sind insgesamt 16 Primärversorgungseinheiten in Tirol vorgesehen, davon mehrere in Innsbruck-Stadt.

Appler spricht sich gleichzeitig für einen konstruktiven Dialog mit der Ärzteschaft aus: „Wir brauchen sowohl starke Kassenordinationen als auch moderne Primärversorgungseinheiten. Beides gegeneinander auszuspielen wäre der falsche Weg. Entscheidend ist ein gutes Zusammenspiel aller Beteiligten. Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele verfolgt hier den richtigen Weg: die wohnortnahe Versorgung stärken, neue Versorgungsmodelle ermöglichen und gleichzeitig die hohe Qualität unseres Tiroler Gesundheitssystems absichern.“