Wald stärkt Wirtschaft und Klima

Internationale Tag des Waldes.

Am 21. März wird weltweit der Internationale Tag des Waldes gefeiert und damit die Bedeutung der Wälder in ihren ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Funktionen hervorgehoben. Das diesjährige Motto lautet „Wälder und Wirtschaft“. Es wird von der Collaborative Partnership on Forests (CPF), einem Zusammenschluss internationaler Organisationen wie der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), festgelegt.

Bundesminister Norbert Totschnig: „Unsere Wälder sind wertvolle Schätze. Sie bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum, stellen den nachhaltigen Rohstoff Holz bereit und stärken die ländlichen Regionen. Durch eine aktive und nachhaltige Bewirtschaftung können wir die ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile unserer Wälder verantwortungsvoll nutzen und sie für künftige Generationen bewahren. Mit dem Waldfonds haben wir ein Erfolgsmodell geschaffen, das die zukunftsfähige Entwicklung unserer Wälder maßgeblich unterstützt“.

Land der Wälder
Rund 30 Prozent der weltweiten Landfläche sind von Wald bedeckt. In Österreich liegt dieser Anteil mit etwa 48 Prozent deutlich über dem globalen sowie dem EU-Durchschnitt. Das waldreichste Bundesland ist die Steiermark mit 62 Prozent Waldanteil, gefolgt von Kärnten (61 Prozent) und Salzburg (52 Prozent). Auf mehr als vier Millionen Hektar Wald stehen in Österreich rund 1,17 Milliarden Vorratsfestmeter Holz. Das entspricht einem Würfel mit einer Kantenlänge von mehr als einem Kilometer. Der jährliche Holzzuwachs beträgt rund 28,2 Millionen Vorratsfestmeter. Österreich zählt somit zu den waldreichsten Ländern Europas.

Wälder erfüllen zahlreiche wichtige Funktionen. Sie liefern den nachwachsenden Rohstoff Holz, schützen vor Naturgefahren, filtern Wasser, reinigen die Luft und bieten Lebensraum für zahlreiche Arten. Gleichzeitig sind sie wichtige Orte der Erholung und spielen eine zentrale Rolle beim Klimaschutz, indem sie Kohlenstoff speichern. Als Grundlage für erneuerbare Rohstoffe tragen sie zudem zum Aufbau einer nachhaltigen Bioökonomie bei.

Bewirtschaftung ist entscheidend
Eine aktive und nachhaltige Waldbewirtschaftung ist entscheidend, um diese vielfältigen Leistungen langfristig zu sichern. Durch gezielte Pflege- und Nutzungseingriffe werden Wälder verjüngt und an sich verändernde Umweltbedingungen angepasst. Mit Hilfe des Waldfonds wurden bereits 10.600 Hektar erstdurchforstet und auf über 16.500 Hektar eine Jungbestandspflege durchgeführt. So entstehen stabile, artenreiche und widerstandsfähige Bestände, die auch künftigen Herausforderungen gewachsen sind. Gleichzeitig sichert die Forst- und Holzwirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette hunderttausende Arbeitsplätze, insbesondere in ländlichen Regionen, und schafft hohe wirtschaftliche Wertschöpfung.

Waldfonds als Erfolgsmodell
Der Österreichische Waldfonds unterstützt Waldbewirtschafterinnen und Waldbewirtschafter sowie die gesamte Wertschöpfungskette Forst-Holz-Papier dabei, Maßnahmen zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel umzusetzen. Gefördert werden unter anderem Wiederaufforstungen nach Schadereignissen, der Umbau von Waldbeständen mit klimafitten Mischbaumarten sowie Forschungsprojekte zu klimafitten Wäldern. Bisher wurde im Rahmen des Waldfonds die Aufforstung von rund 29,5 Millionen klimafitten Forstpflanzen unterstützt – auf die Fläche umgelegt ergibt das mehr als 11.500 Hektar.

 

Der Baustoff der Zukunft
Besonders im Hinblick auf den Klimawandel gewinnt die verstärkte Nutzung von Holz Bedeutung. Als Baustoff kann Holz energieintensive Materialien ersetzen, deren Herstellung hohe CO₂-Emissionen verursacht. Gleichzeitig bleibt das während des Wachstums im Holz gebundene CO₂ langfristig gespeichert. Auch Nebenprodukte aus der Holzverarbeitung können stofflich oder energetisch genutzt werden und tragen damit zur Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Energieimporten bei.

 

Totschnig: „Die Entwicklung der österreichischen Wälder zeigt, dass unsere nachhaltige Forstpolitik wirkt. Die Österreichische Waldinventur belegt, dass sowohl Waldfläche als auch Holzvorrat in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen haben. Seit 1961 ist die Waldfläche um rund 330.000 Hektar gewachsen – das entspricht mehr als der Fläche von Vorarlberg und Wien zusammen. Diesen Erfolgsweg wollen wir auch in Zukunft weitergehen.“

 

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft,
Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft

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