Jagdgesetz stärkt Tirols Almen!

Mehr Rechtssicherheit, weniger Bürokratie!

Mit der heute im Tiroler Landtag mehrheitlich beschlossenen Novelle des Tiroler Jagdgesetzes (gegen die Stimmen der Grünen) wird ein zentraler Schritt zur Stärkung und Sicherheit der Alm- und Weidewirtschaft gesetzt. Für VP-Jagdsprecher Michael Jäger ist klar: „Diese Novelle ist ein echter Meilenstein für Tirol. Sie bringt mehr Flexibilität, deutlich weniger Bürokratie und vor allem raschere Hilfe für unsere Bäuerinnen und Bauern sowie das Almpersonal.“

„Ausgangspunkt der Gesetzesänderung war die Herabstufung des Wolf-Schutzstatus auf EU-Ebene im Sommer 2025. Unmittelbar danach habe das Land Tirol intensive Gespräche mit allen Betroffenen aufgenommen – von Landwirtschaft über Almwirtschaft bis hin zur Jägerschaft. Die Novelle tritt mit 1. April (Beginn Jagdsaison) in Kraft und gilt damit rechtzeitig zur kommenden Almsaison“, so Jäger.

Tirol zählt rund 2.080 Almen, etwa 3.100 Hirten und Almpersonal sowie rund 180.000 Tiere, die jeden Sommer auf den Weiden sind. „Hinter diesen Zahlen stehen viele Bäuerinnen und Bauern, die klare Regeln und vor allem Verlässlichkeit benötigen“, betont Jäger.

Kern der Novelle ist, dass neben dem bisherigen bewährten Verordnungssystem ein zusätzliches, noch schnelleres Verständigungssystem eingeführt wird. Somit kann zukünftig – sofern die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind – ein Wolf auch ohne Verordnung der Landesregierung entnommen werden. Dadurch wird schnelles, unbürokratisches Handeln ermöglicht.

Neu ist außerdem, dass – unter klar definierten Voraussetzungen – auch Tierbesitzerinnen und Tierbesitzer sowie Almpersonal tätig werden können und Wölfe entnehmen können, sofern sie über eine gültige Tiroler Jagdkarte und entsprechende Jagderlaubnis verfügen. „Das passiert in enger Abstimmung mit der Tiroler Jägerschaft. Ziel ist ein gemeinsames Vorgehen von Jägerschaft und Landwirtschaft, wir wollen keine Alleingänge und keine Unsicherheit in den Revieren“, stellt Jäger fest: „Tirol geht hier bewusst einen eigenständigen, verantwortungsvollen Weg für mehr Sicherheit, für funktionierende Almen und für eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer Kulturlandschaft.