Tiroler Weg beim leistbaren Wohnen

Verantwortungsvolle Finanzen widersprechen Investitionen nicht.

Eine aktuelle Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO), vorgestellt vom Österreichischen Verband gemeinnütziger Wohnbauträger, zeigt eine Entlastung Mieterinnen und Mieter gemeinnütziger Wohnungen in Tirol mit 136 Millionen Euro pro Jahr gegenüber dem freien Markt. Landtagsvizepräsident Dominik Mainusch, Wohnsprecher der Tiroler Volkspartei, sieht darin einen wichtigen Baustein des eigenständigen Tiroler Kurses in der Wohnpolitik.

„Günstiger gemeinnütziger Wohnbau entlastete viele Tiroler spürbar und drückt zeitgleich auch Preise am privaten Markt durch mehr Angebot. Egal ob bei Miete oder im Eigentum: wir wollen, dass Wohnen für die Menschen wieder leichter leistbar wird. Diese Entlastung öffnen wir jetzt bei der Wohnbauförderung stärker für die Tiroler Mittelschicht, indem wir die Einkommensgrenzen anheben”, betont Mainusch.

Für Mainusch ist das Ergebnis auch Ausdruck eines eigenständigen Tiroler Weges: „Tirol ist eines der wenigen Bundesländer, die ihre Wohnbauförderung in eigener Hand behalten haben. Dieser verantwortungsvolle Kurs im Zusammenspiel mit starken Investitionen in leistbares Wohnen macht für Menschen einen spürbaren Unterschied. Wir müssen die Wohnkosten so umfänglich wie möglich senken, damit jene die das wollen, sich auch die eigenen vier Wände erarbeiten können. Verantwortungsvolle Finanzen widersprechen diesen Investitionen nicht, sondern ermöglichen diese.”

Das Land Tirol hat mit dem Doppelbudget 2026/2027 als erstes Bundesland einen Haushalt ohne neue Schulden vorgelegt. „Sparkurs und Investitionen in leistbares Wohnen sind kein Widerspruch. Wer verantwortungsvoll budgetiert, schafft sich erst den Spielraum, um dort zu investieren, wo es zählt”, erklärt Mainusch und verweist auf einen weiteren Befund der Studie: „Der gemeinnützige Wohnbau rechnet sich auch für die öffentliche Hand. Laut WIFO sind in Tirol dank gemeinnütziger Wohnungen um 20 Millionen Euro weniger an Wohnbeihilfe und Sozialhilfe notwendig.”

Allein 2025 hat das Land Tirol 434 Millionen Euro aus der Wohnbauförderung in leistbares Wohnen investiert und damit 2.137 neu errichtete geförderte Wohnungen sowie 25.300 Sanierungen ermöglicht. Mit der Wohnbauförderung NEU, die die Landesregierung im September beschlossen hat, werden ab 1. Jänner 2027 die Einkommensgrenzen angehoben – für einen Ein-Personen-Haushalt von 3.800 auf 4.100 Euro, für einen Zwei-Personen-Haushalt von 6.300 auf 6.700 Euro. Bei der Wohnbeihilfe steigt der Anfangswert der Zumutbarkeitstabelle von 1.300 auf 1.400 Euro, wovon insbesondere Mieterinnen und Mieter mit niedrigem Einkommen profitieren.

FOTO: Quelle TVP Fettinger/ honorarfrei