Die Grünen treten im Tiroler Landtag heute für einen rascheren Ausbau erneuerbarer Energie ein. Landtagsabgeordneter Martin Mayerl, Energiesprecher der Tiroler Volkspartei, sieht aber einen deutlichen Unterschied zwischen diesen Forderungen und dem Verhalten der Grünen bei konkreten Projekten.
„Die Grünen sind immer für den Ausbau der Erneuerbaren – außer in der Realität. Im Landtag fordern sie mehr erneuerbare Energie, vor Ort bekämpfen sie dann jedes konkrete Projekt. Einmal ist es der Naturschutz, einmal das Landschaftsbild, einmal ein Verfahrensschritt. Am Ende steht immer dasselbe Ergebnis: Es wird nicht gebaut", so Mayerl.
„Die Energiewende passiert nicht in Anträgen, sondern auf der Baustelle. Wer Wasserkraft, Photovoltaik und Windkraft in der Theorie will, muss auch akzeptieren, dass dafür irgendwo ein Kraftwerk, ein Speicher oder eine Leitung entsteht. Naturschutz ist uns wichtig, und jedes Projekt muss sorgfältig geprüft werden. Aber Naturschutz darf nicht zum Vorwand werden, um jedes Vorhaben grundsätzlich zu verhindern", betont Mayerl.
„Tirol hat einen klaren Plan: Landeshauptmann Anton Mattle will bis 2050 die Energieunabhängigkeit umsetzen. Dass Tirol schon heute bei den Energiepreisen besser dasteht als andere Bundesländer, ist das Ergebnis richtiger Entscheidungen. Diesen Weg gehen wir weiter – mit sauberer Energie aus Tirol. Die Grünen müssen sich entscheiden, ob sie mitgestalten oder weiter blockieren wollen", erklärt Mayerl.