Klare Worte gegen Bodenspekulation, illegale Freizeitwohnsitze und Preistreiberei am Immobilienmarkt fand VP-Gemeindesprecher Dominik Mainusch in der Aktuellen Stunde zum Thema Freizeitwohnsitze im Tiroler Landtag: „Diese Entwicklung ist Gift für leistbaren Wohnraum. Wenn wir nicht konsequent gegensteuern, verkaufen wir Schritt für Schritt unsere Heimat“, stellte Mainusch unmissverständlich klar: „Wir stehen weder für den schleichenden Ausverkauf Tirols zur Verfügung, noch für ein nachträgliches Weißwaschen illegaler Freizeitwohnsitze durch eine absurde Legalisierungssteuer.“
Mainusch betonte, dass Tirol über nahezu 300.000 hochwertige Gästebetten verfüge. „Unser touristisches Konzept basiert auf professionelle Beherbergungsbetriebe und nicht auf illegal Freizeitwohnsitze mitten in Wohnsiedlungen.“
Besonders kritisch sieht Mainusch die massiven Preistreiber-Effekte durch die künstliche Nachfrage: „Wenn internationale Investoren bereit sind, jeden Preis zu zahlen, geraten Einheimische massiv unter Druck.“ Anhand eines konkreten Falls schilderte er, wie ein ursprünglich vereinbarter Quadratmeterpreis von 600 Euro für ein Eigenheim einer Bürgerin nach einem Investorendeal in der Nachbargemeinde plötzlich nicht mehr haltbar war. „Genau so entsteht die Spirale nach oben und genau deshalb müssen wir diesen Ausverkauf stoppen.“
Eine „Freikauf-Mentalität“ über Steuern lehnt Mainusch für die Tiroler Volkspartei entschieden ab: „Wir leben in einem zivilisierten Rechtsstaat. Von Gesetzen kann man sich nicht mit Geld freikaufen. Eine nachträgliche Legalisierung würde die Glaubwürdigkeit unseres Rechtssystems massiv beschädigen.“
Stattdessen fordert Mainusch einen konsequenten Vollzug der bestehenden Regelungen: „Wir brauchen den Turbo bei Kontrollen.“ Die Gemeinden müssten dabei gestärkt werden durch Kostenersatz für Kontrollaufwand und die vollständige Zweckwidmung der Strafgelder vor Ort. „Unsere Baubehörden kennen die Situation am besten, sie sind der Schlüssel für wirksame Maßnahmen.“ Am Beispiel eines aufgedeckten Freizeitwohnsitzes in seine Gemeinde, die daraufhin an ein 4 köpfige, einheimische Familie veräußert wurde, zeigt Mainusch den Effekt dieses Weges. „Jede Wohnung, die wir so für die Tiroler Bürger mobilisieren, brauchen wir nicht auf der grünen Wiese neu errichten.“
Abschließend unterstrich Mainusch die Bedeutung des Tourismus für Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Tirol: „Wir brauchen den Tourismus wie einen Bissen Brot. Für unsere Gäste stehen zahlreiche qualitätsvolle Beherbergungsbetriebe zur Verfügung. Was nicht geht, sind Ferienresidenzen Tür an Tür mit Einheimischen in regulären Wohnanlagen.“