Heute besuchten Landesrätin Cornelia Hagele gemeinsam mit Landesrat und Stadtparteiobmann Mario Gerber das Haus St. Josef am Inn in Innsbruck, um sich vor Ort ein Bild von der Freiwilligenarbeit im Haus zu machen und den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern im Tiroler Jahr des Ehrenamts ihre Wertschätzung entgegenzubringen.
LRin Hagele: „Unsere Pflegeeinrichtungen leben vom Ehrenamt"
„Unsere Pflegeeinrichtungen leben vom Ehrenamt. Viele Menschen investieren Woche für Woche ihre Zeit, um sich um die Ältesten in unserer Gesellschaft zu kümmern. Altern in Würde ist ein gesamtgesellschaftliches Thema. Dass sich so viele Menschen ehrenamtlich in diesem Bereich engagieren, zeigt das besonders deutlich", sagt Hagele. Wie präsent das Ehrenamt im Tiroler Pflegebereich ist, zeigt sich schon an der Zahl der Einrichtungen: Allein die ARGE Tiroler Altenheime zählt 93 Wohn- und Pflegeheime im Land, in denen Ehrenamtliche heute vielerorts zum festen Alltag gehören.
LR Gerber: „In Innsbruck pulsiert das Ehrenamt"
„In Innsbruck pulsiert das Ehrenamt. Ob im Verein, in der Nachbarschaft oder wie hier im Haus St. Josef, überall in unserer Stadt packen Menschen freiwillig mit an. Das Haus St. Josef zeigt, wie professionell organisiertes Ehrenamt im Pflegebereich funktioniert, und ich freue mich, dass wir das heute gemeinsam sichtbar machen können", so Gerber.
25 Jahre strukturiertes Ehrenamt im Haus St. Josef am Inn
Ehrenamt hat im Haus St. Josef bereits eine lange Historie. Bereits 1877 haben die Barmherzigen Schwestern im Haus freiwillig mitgearbeitet und sich um die ältere Generation gekümmert.
Die ehrenamtlichen Tätigkeiten werden im großen Ausmaß von Vinzenzgemeinschaften getragen. Die ehrenamtlichen Leistungen sind vielfältig und reichen von gemeinsamen Ausflügen mit den Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern über Oldtimerfahrten bis zum Weihnachtsmarkt.
Aber auch im normalen Alltag begleiten die Freiwilligen die Bewohnerinnen und Bewohner im Haus St. Josef. Von der Seelsorge über gemeinsame Spaziergänge, einen Laden auf Rädern bis zum mobilen Bücherwagen kommen die rund 150 Heimbewohnerinnen und Heimbewohner fast täglich mit den freiwilligen Helferinnen und Helfern in Kontakt. Das hilft gegen Einsamkeit und trägt spürbar zur Lebensqualität im Haus bei.
Eine besondere Rolle kommt dabei dem Freiwilligenkoordinator zu, den es in dieser Form seit 25 Jahren im Haus St. Josef gibt. Aktuell sind mehr als 50 freiwillige Helferinnen und Helfer im Haus im Einsatz. Der Koordinator kümmert sich um ihre Anwerbung, „matcht" die freiwilligen Helferinnen und Helfer mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, koordiniert die Projekte und ist auch für die Wertschätzungskultur zuständig.
„Unsere Ehrenamtlichen leisten extrem viel, das gehört auch honoriert. Mit gemeinsamen Ausflügen, regelmäßigen Reflexionstreffen und auch eigenen Auszeichnungen versuchen wir, dieser unbezahlten Arbeit die Wertschätzung entgegenzubringen, die sie verdient", so Geschäftsführer des Haus St. Josef Christian Juranek.
2026 im Zeichen des Ehrenamts
Das freiwillige Engagement steht 2026 in Tirol besonders im Mittelpunkt. Die Tiroler Landesregierung hat das Jahr zum „Jahr des Ehrenamts" erklärt. Ziel ist es, freiwilliges Engagement sichtbarer zu machen, Ehrenamtliche stärker zu unterstützen und gute Rahmenbedingungen für ihren Einsatz zu schaffen.
Jede und jeder Zweite in Tirol engagiert sich freiwillig beziehungsweise ehrenamtlich.
„Dass sich so viele Tirolerinnen und Tiroler für andere Menschen, ihre Gemeinden und unsere Gesellschaft einsetzen, ist eine große Stärke unseres Landes. Dieses Engagement verdient nicht nur unseren Dank, sondern auch die bestmögliche Unterstützung", so Hagele und Gerber unisono.