7-Punkte-Wohnprogramm

Tiroler Volkspartei steht für leistbares Eigentum.

Landeshauptmann und Landesparteiobmann Anton Mattle bleibt bei seiner Kritik an den gemeinnützigen Wohnbauträgern. „Gemeinnützigkeit bedeutet, das Gemeinwohl im Blick zu haben. Deshalb können sich Wohnbauträger nicht allein auf steigende Zinsen herausreden, sondern müssen alle Möglichkeiten nützen, um die Preissprünge im Sinne ihrer Mieterinnen und Mieter abzufedern. Allein auf die Wohnbeihilfe des Landes zu verweisen, ist mir zu wenig. Deshalb habe ich bereits einen entsprechenden Auftrag an Beteiligungslandesrat Mario Gerber und Wohnbaulandesrat Georg Dornauer gegeben. Es gibt machbare Ansätze, wie die Streckung von Krediten oder den Einsatz von Eigenmitteln, um die Mieten zu senken. Mein Dank gilt Mario Gerber, der bereits in Kontakt mit den Gemeinnützigen Wohnbauträgern steht“, verlangt LH Anton Mattle ein Abflachen der Mieterhöhungen. 

Wohnpaket wirken lassen

Beim Wohnen verweist der Landeshauptmann auf das von Wohnbaulandesrat Georg Dornauer ausgearbeitete 7-Punkte-Wohnprogramm: „Ich bedanke mich bei Georg Dornauer, der in Absprache mit mir ein 50 Millionen Euro-Paket für leistbares Wohnen aufgesetzt hat. Nun gilt es, die deutliche Erhöhung und Erweiterung der Wohnbauförderung wirken zu lassen und im nächsten Jahr zu evaluieren. Es muss darauf geachtet werden, dass Landesmaßnahmen treffsicher sind und nicht die Inflation anheizen oder gar die Überhitzung des Wohnungsmarktes verstärken. Deshalb wird die Landesregierung weiterhin besonnen agieren und lädt alle Tirolerinnen und Tiroler ein, auf das wirksame Mittel der Wohnbauförderung zurückzugreifen.

Leistbares Eigentum ganz oben auf der Agenda

Beim Wohnen gäbe es viel zu tun, einen Schwerpunkt will LH Anton Mattle auf die eigenen vier Wände legen. „Die Tiroler Volkspartei steht innerhalb der Landesregierung ganz klar für den Eigentumsgedanken. Wenn wir leistbares Eigentum für den Eigenbedarf stärken, dann entlasten wir gleichzeitig den Mietmarkt, weil weniger Menschen auf eine Mietwohnung zurückgreifen. Hier werden die Gemeinnützigen neue Eigentumsmodelle anbieten müssen. Es werden aber auch die Banken in die Pflicht genommen. Ich bin fest davon überzeugt, dass sich Darlehensrückzahlungen am Arbeitsleben der Menschen orientieren sollten und Rückzahlungszeiträume von 40 Jahren und mehr möglich sein müssen. Damit würde sich die monatliche Rückzahlung deutlich reduzieren und Eigentum finanzierbar bleiben. Das würde auch der Nutzungsdauer von Wohnungseigentum entsprechen“, fordert LH Mattle weiterhin eine Anpassung der FMA-Kreditvergaberichtlinien und die Verländerung wesentlicher wohnpolitischer Gesetzesmaterien wie dem Volkswohnungswesen, dem WGG oder dem Mietrechtsgesetz.