Tiroler VP stimmt sich auf NRW ein

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Bei der Nationalratswahl am 15. Oktober geht es um alles.

Der Klub der Tiroler Volkspartei hat sich bei einer zweitägigen Klubklausur im Zillertal auf die Aufgaben und Herausforderungen der nächsten Monate vorbereitet. LH Günther Platter und Klubobmann Jakob Wolf stellten dabei klar, dass man vor der Landtagswahl im Frühjahr noch einige ambitionierte Projekte vorantreiben wolle. „Bei der zu Beginn der Woche abgehaltenen Regierungsklausur haben wir die Weichen gestellt, um die Vorreiterrolle Tirols im Bereich der Digitalisierung weiter auszubauen. Wir dürfen uns dieser Entwicklung nicht verschließen, sondern müssen die Chancen nutzen, die darin liegen. Bis zum Jahr 2023 werden wir seitens des Landes deshalb weitere 100 Millionen Euro in die Digitalisierung investieren“, so Platter. Dabei gehe es nicht nur um die konsequente Fortführung des flächendeckenden Breitbandausbaus, sondern auch um die Stärkung digitaler Kompetenzen im Bildungsbereich, macht Tirols Landeshauptmann deutlich. 

Professor Hubert Siller, Leiter des Departments für Tourismus und Wirtschaft am MCI Innsbruck, informierte den Landtagsklub im Rahmen der Klausur über das Tiroler Angebot zu olympischen und paralympischen Winterpielen im Jahr 2026. Für VP-Klubobmann Jakob Wolf liegen die großen Chancen von Winterspielen in Tirol auf der Hand. Nicht nur die immense Wertschöpfung, die heimischen Firmen zu Gute komme, sondern auch die unbezahlbare Werbung für den Tiroler Tourismusstandort seien unbestreitbar. Voraussetzung sei aber, so Wolf, dass das IOC die Bedingungen Tirols zu einhundert Prozent akzeptiere. „Ich bin davon überzeugt, dass das Angebot Tirols für das IOC die letzte Möglichkeit ist, um die olympische Idee zu retten. Klar ist aber auch, dass wir für Gigantomanie und Umweltfrevel nicht zu haben sind. Was Tirol zu bieten hat, ist unverfälschter, ehrlicher Sport im Herzen der Alpen. Wenn es das Olympische Komitee mit der angekündigten Redimensionierung ernst meint, dann sind Olympische Spiele in Innsbruck und Tirol im Jahr 2026 für unser Land eine große Chance. Ich hoffe deshalb, dass die Tiroler Bevölkerung bei der tirolweiten Volksbefragung am 15. Oktober für die Bewerbung Tirols stimmt“, so Wolf. 

Der zweite Tag der Klausur stand dann ganz im Zeichen der bevorstehenden Nationalratswahl. Landesparteiobmann LH Günther Platter schwor dabei den Landtagsklub auf die Wahl ein. „Es geht diesmal um alles. Gemeinsam haben wir die echte Chance, Österreich zu verändern und in eine neue Richtung zu lenken. Jetzt geht es darum, dass wir alle Kräfte bündeln und die gute Stimmung ins Ziel bringen", so Platter. Auch VP-Generalsekretärin Elisabeth Köstinger, die bei der Klubklausur ebenfalls mit dabei war, appellierte, sich von den positiven Umfragedaten nicht blenden zu lassen: „Wenn wir beginnen, uns auf den guten Werten auszuruhen, dann haben wir schon verloren. Österreich braucht den Aufbruch und unser Kanzlerkandidat Sebastian Kurz ist der Garant dafür, dass sich in unserem Land wirklich etwas verändert und wir wieder nach vorne kommen. Wir stehen dafür ein, dass sich Einsatz und Leistung wieder lohnen und ich bin davon überzeugt, dass auch die Bevölkerung in unserem Land diesen Weg unterstützen wird. Jetzt geht es darum, um jede einzelne Stimme zu kämpfen. Die Menschen müssen spüren, dass wir es mit der positiven Veränderung unseres Landes ernst meinen.“