Pflege braucht es Kontinuität

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Pflegeausbildung in Tirol auf neue Füße gestellt.

Der demografische Wandel unserer Gesellschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Der Bereich Pflege nimmt dementsprechend in der heimischen Gesundheitsversorgung einen immer größeren Stellenwert ein. „Eine stetig steigende Lebenswartung und die damit zunehmende Zahl von pflegebedürftigen Personen sowie chronisch Kranken machen eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Pflege notwendig. Mit der Pflegeausbildung NEU hat das Land Tirol unter Federführung von Gesundheits- und Pflegelandesrat Bernhard Tilg deshalb die Weichen grundlegend neu gestellt, um den Bedarf an Pflegekräften mit hoher Fachkompetenz weiterhin abdecken zu können. Diese umfassende Reform, die nun Schritt für Schritt umgesetzt wird, beginnt nun erst richtig zu greifen. Die Zielvorgabe ist, bis 2021 in Tirol rund 1.000 weitere Pflegekräfte auszubilden", informiert VP-Pflegesprecherin LA Martina Nowara. Dass dieses Ziel ehrgeizig sei und man sich hierfür permanent Gedanken machen müsse, wie man mehr Menschen für Pflegeberufe begeistern könne, sei jedenfalls klar. Denkverbote dürfe es in diese Richtung deshalb keine geben, sagt Nowara.

Pflegeberatungsstellen informieren umfassend – auch zu 24-Stunden-Betreuung

Tirol setzt gemäß dem Strukturplane Pflege 2012- 2022 auf ambulante vor stationärer Pflege. Die Zahlen zeigen, dass dieses Angebot auch zunehmend in Anspruch genommen wird. Um dem stärker werdenden Informationsbedarf der Bevölkerung gerecht zu werden, hat das Land Tirol unter Federführung von Pflege- und Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg heuer mit dem flächendeckenden Aufbau von Pflegeberatungsstellen begonnen. „Es ist Aufgabe der Politik, für jene Menschen, die Betreuung und Pflege brauchen, die besten Rahmenbedingungen zu schaffen und ihnen die beste Betreuung auch in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Als Hilfestellung für Betroffene und deren Angehörige werden derzeit in jedem Bezirk zentrale Anlaufstellen geschaffen. Dort wird umfassend informiert – auch zur 24-Stunden-Betreuung“, unterstreicht Nowara. 

Rein rechtlich fällt die 24-Stunden‑Betreuung in die Kompetenz des Bundes. Anstatt bundesländerweise wieder eigene Fördersysteme zu schaffen, wie heute von der Liste Fritz angeregt, spricht sich die VP‑Pflegesprecherin deshalb für eine bundesweite Lösung aus. „Die Reform der 24-Stunden-Betreuung ist Teil des Koalitionsübereinkommens der neuen Bundesregierung. Sozialministerin Beate Hartinger-Klein ist deshalb gefordert, dieses Reformvorhaben, das vor allem durch die Abschaffung des Pflegeregresses zusätzlich an Aktualität gewonnen hat, schnellstmöglich gemeinsam mit den Ländern anzugehen“, fordert VP-Pflegesprecherin Marina Nowara.