NRin Pfurtscheller zum Weltflüchtlingstag

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„Hilfe vor Ort, um Fluchtgründe zu vermeiden“

Anlässlich des internationalen Weltflüchtlingstages am 20. Juni sprach sich ÖVP-Menschenrechtssprecherin NRin Elisabeth Pfurtscheller für ein Umdenken aus: „So wie Parteiobmann Außenminister Sebastian Kurz das auch immer wieder betont: Wir müssen uns verstärkt dafür einsetzen, die Fluchtgründe vor Ort zu bekämpfen. Nur so können wir auf lange Sicht erreichen, dass Menschen gar nicht erst gezwungen sind, ihre Heimatländer zu verlassen.“

Die weltweiten Flüchtlings- und Migrationsströme stellen die westliche Welt und vor allem Europa derzeit vor große Aufgaben und Probleme. „Wir müssen gemeinsam vorgehen – das ist auch eine Herausforderung für die Europäische Union“, betonte Pfurtscheller weiter. „Denn nur gemeinsam können wir so große Probleme bewältigen.“ Ende des Jahres 2015 waren weltweit über 65 Millionen Menschen auf der Flucht – fast die Hälfte davon Kinder unter 18 Jahren. Diese Menschen fliehen vor Konflikten, Kriegen, Verfolgung, Menschenrechtsverletzungen, aber auch vor wirtschaftlicher Not, und erhoffen sich in Europa ein besseres Dasein. „Die hohe Zahl an Flüchtlingen und Migranten aus den Jahren 2015 und 2016 können wir auf die Dauer nicht bewältigen“, so Pfurtscheller weiter. Daher muss sich die Welt mehr auf die Hilfe vor Ort konzentrieren: damit die Menschen dort bleiben können, wo sie ihre Heimat haben, und Lebensumstände vorfinden, die ihnen ein lebenswertes Umfeld ermöglichen.“

Abschließend verwies Pfurtscheller auf die Konferenz „Women for Peace“ von 23. bis 25. Juni 2017 in Seefeld, Tirol. „Diese Konferenz richtet sich maßgeblich an Politikerinnen auf allen Entscheidungsebenen  aus dem gesamten deutschen Sprachraum. Wir wollen darüber diskutieren und nachdenken, wie wir als europäische Frauen unseren Beitrag dazu leisten können, Frauen in ihren Herkunftsländern zu unterstützen und bereits geflüchtete Frauenbei der Integration zu unterstützen.“ Menschenrechtsaktivistin und UN-Sonderbotschafterin Waris Dirie wird dabei über ihre Erfahrungen berichten und Impulse für künftige Initiativen liefern, kündigte Pfurtscheller abschließend an.