Ganzjährige Notschlafstellen ausbauen

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Steigender Bedarf nicht von der Hand zu weisen.

„Auch wenn eine Vielzahl engagierter Sozialvereine hervorragende Arbeit leistet und in den unterschiedlichen Einrichtungen beste Betreuung anbietet, ist Obdachlosigkeit in Tirol nach wie vor eine Herausforderung. Ein steigender Bedarf an ganzjährig geöffneten Notschlafstellen ist auch in den Bezirken nicht von der Hand zu weisen“, erklärt VP-Sozialsprecher Heinz Kirchmair. „Mit dem heute in der Sitzung des Tiroler Landtages einstimmig beschlossenen Antrag möchten wir prüfen, welche Möglichkeiten das Land Tirol zusammen mit seinen Partnern hat, um möglichst ganzjährig geöffnete sowie dezentrale Notschlafstellen einzurichten. Auch für die Notschlafstelle am Innsbrucker Schusterbergweg gilt dieser Wunsch nach einer möglichst ganzjährigen Öffnung“, so Kirchmair. 

Für VP-Vizebürgermeister Franz X. Gruber, der in Innsbruck für Soziales und für die Sicherheit zuständig ist, ist die heutige Entscheidung im Landtag ein wichtiger Schritt: „Die von der TSD seit 2016 betriebene Notschlafstelle ist bisher nur in den Wintermonaten geöffnet. Obdachlosigkeit richtet sich jedoch nicht nach Jahreszeiten. Das Interesse der Stadt an der Schaffung eines ganzjährigen Angebots ist deshalb aus sozialer Sicht und für die Sicherheit in Innsbruck groß. Innsbruck ist eine sehr soziale Stadt, dennoch ist auch außerhalb Innsbrucks ein entsprechendes Angebot dringend notwendig.“ Somit wird die langjährige Forderung der Stadt Innsbruck nach einer ganzjährigen Notschlafstelle in Umsetzung gebracht.

"Nur wenn das Land, die Stadt und die Gemeinden gemeinsam an einem Strang ziehen, sind die immer größer werdenden sozialen Herausforderungen zu meistern", sind Kirchmair und Gruber gemeinsam überzeugt.