Bienenzucht in Städten

Artikel teilen

Imkerei im urbanen Raum forcieren – Wörgl und Kufstein wären prädestiniert

Bienen sind mehr als nur Honigproduzenten. Ohne die fleißigen Insekten wäre die heimische Pflanzenvielfalt nicht möglich. Auch für den Tiroler Obst- und Gemüseanbau sind die Bienen unverzichtbar. Dass die Bienenzucht nicht nur auf ländliche Gegenden beschränkt sein muss, zeigt das Beispiel Wien. Etwa 120 Tonnen Honig werden mittlerweile in Österreichs Hauptstadt produziert. „Und das in bester Qualität“, wie VP‑LA Bettina Ellinger erklärt. Die Abgeordnete, die in der Wildschönau lebt und selbst begeisterte Imkerin ist, hat nun gemeinsam mit LA Gabi Fischer einen Antrag eingebracht, um in Kooperation mit dem Tiroler Imkerverband und er Imkerschule in Imst auch in Tirol entsprechende Möglichkeiten zu prüfen.

„Bienen finden auch in Städten ein vielfältiges Nektar und Pollenangebot, das im Gegensatz zu vielen ländlichen Gegenden fast ganzjährig vorhanden ist. Zudem beträgt der Flugradius von Bienen bis zu fünf Kilometer. In diesem Einzugsgebiet finden sich fast immer Futterquellen“, sagt Ellinger. Im urbanen Raum könnten Bienenstöcke, ähnlich wie in Wien, auch in Tirol auf Verwaltungsgebäuden oder in Parks aufgestellt werden. „Denkbar ist auch, dass Privatpersonen Bienenvölker für ihren Garten oder ihre Dachflächen eine gewisse Zeit zur Verfügung gestellt bekommen und am Honigertrag beteiligt werden. Viele Gebäude und öffentliche Flächen in den Städten Wörgl und Kufstein wären meines Erachtens gut für ein solches Projekt geeignet“, findet Ellinger. Bis es soweit sei, müssten aber erst alle notwendigen Rahmenbedingungen abgeklärt werden. Sie sei jedenfalls erfreut, dass der Tiroler Landtag ihrem Antrag einstimmig seine Zustimmung erteilt habe.